Infrarotfotografie

ich sehe was, was du nicht siehst…

Archive for November 2009

IR im Museum

Posted by chriskind - 6. November 2009

Die Gemeinschaft Lübecker Künstler e.V. veranstaltet wieder ihre Jahresschau mit Werken jeglicher Kunstart im Burgkloster Lübeck. Von der Gruppe Rhönrad (zu der ich neben W. Hinz, S. Zisting und C. Benecke gehöre) wurden zwei Photografien angenommen. Das Bild „Kiefer 1947“ ist mit einer selbst modifizierten Canon Powershot G3 und einem Hoya R72 aufgenommen.

Eröffnung: Sonntag, 29.11.2009, 11:30 Uhr
Ausstellung bis 17.01.2010

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Frankencamera

Posted by chriskind - 1. November 2009

An der Uni Stanford arbeitet ein Team um Informatik-Professor Marc Levoy an einer Open-Source-Kamera. Die ist zusammengesetzt aus vielen Teilen unterschiedlichster Hersteller und wird gesteuert durch eine Open-Source Linux Firmware. Sieht etwas klobig aus und ist erstmal nur ein Prototyp, darum wohl die an Frankenstein erinnernde Namensgebung. Man soll alle möglichen Bauteile austauschen können und interessante Teile einbauen und programmieren können.Soll in ca. einem Jahr für ca. 1000$ verfügbar sein!

Ja, wie super ist das denn! Endlich die IR-Wunschkamera selber zusammenbauen und programmieren (bzw. lassen).

Meine ersten Ideen:
Filtereinschub: Bei IR-konvertierten Kameras muß man sich immer entscheiden, ob man den Filter in der Kamera haben möchte (pro: Objektivwechsel ohne Schrauben und bei verschiedenen Durchmessern keine Notwendigkeit für mehrer Filter oder Step-Ringe, Freier Sucher, Minus: Filter ist fest drin, keine anderen Filter nutzbar, auch nicht ohne Filter, bzw. Rückmodifikation mit IR-Sperrfilter zum Aufschrauben) oder dort nur Glas und externe Schraubfilter nutzt. Da würd ich mir einen Einschub einbauen, in dem man verschiedene Filter stecken kann: IR-Sperrfilter = Normale Kamera. Kein Filter: Licht + IR = Auch mal interessant. Sperrfilter: Rotfilter, 700nm IR-Filter, 720 nm IR-FIlter, 830 nm IR-Filter. Und die könnten alle relativ klein sein, so groß wie der Sensor, und bräuchten keine 72mm Durchmesser wie für ein Weitwinkel, das spart Geld.

Bayer-Pattern: Die (meistens) RGB-Farbfilter auf dem Sensor sind für IR nicht nötig. Für IR-Strahlung ab ca. 800 nm Wellenlänge sind die drei Farbfilter eh transparent, so dass sich Graustufenbilder ergeben. Für kurzwelligere IR-Strahlung ab ca. 720 nm ergeben sich unterschiedliche Transmissionen, so dass es „farbige“ IR-Bilder gibt. Das ist aber nicht steuerbar sondern hängt stark von den Farbfilter auf dem Sensor ab. Wenn man für IR gezielt ein Bayerpattern entwerfen könnte, das das IR-Spektrum (bis 1000 nm) in drei Grundfarben spaltet, hätte man „echte IR-Farben“!
Oder, etwas einfacher, man nimmt einen Sensor ohne Bayer-Pattern, also schwarzweiß. Dann brauchen auch keine FArbinformationen interpoliert werden, die eh nicht da sind.

Channel-Swap: Eine beliebte Nachbearbeitung von „farbigen“ IR-Fotos ist ja der Rot-Blau-Kanaltausch, wodurch bei Landschaftsaufnahmen der Himmel wieder blau wird, was der Szenerie einen etwas realistischeren (aber immer noch ungewöhnlichen) Anschein gibt. Das könnte man sich gleich in die Kamera programmieren, so dass schon das Monitorbild so aussieht und das so auf die Karte gespeichert wird.

Wer weitere Ideen hat, ab in die Kommentare damit!

PS.: Für einige Canons gibt es sowas in die Richtung, was aber längst nicht so weitreichend ist und schon gar nicht die Hardware betrifft, das Canon Hack Development Kit.

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