Infrarotfotografie

ich sehe was, was du nicht siehst…

Archive for the ‘Produkte’ Category

Ricoh kündigt IR-Kamera an

Posted by chriskind - 28. Januar 2013

Ricoh Japan kündigt eine IR-Variante der Pentax 645D an, die den Zusatz IR erhält. Dort ist der IR-Sperrfilter weggelassen und durch Nutzung eines IR-Passfilters auf dem Objektiv hat man so eine „schnelle“ IR-Kamera, mit einem IR-Sperrfilter am auf dem Objektiv kann man wieder Bilder im normalen Spektrum schießen.

Die 645D ist eine 40MP Mittelformatkamera, von der IR Variante sollen ca. 100 Stck. / Jahr verkauft werden, ein Preis steht noch nicht fest, aber der wird deutlich über normalen, modifizierten DSLRs liegen. Gedacht ist die Kamera für die Kunstforschung und Forensik.

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Neuer Anbieter für IR-Kameramodifikationen

Posted by chriskind - 28. Januar 2013

Bisher hat der Anbieter dslr-astrotec.de hauptsächlich Astroumbauten angeboten. Seit einiger Zeit bietet er aber auch gezielt IR-Modifikationen mit Klarglas oder definiertem IR-Passfilter an für eine Vielzahl von Modellen von Canon, Nikon, Sony und Olympus und das zu sehr fairen Preisen, wie ich finde.

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Canon M

Posted by chriskind - 31. Juli 2012

Canon hat die Canon M, ihre erste spiegellose Systemkamera, angekündigt.

IR-Modifizierte Kompaktkameras haben den Vorteil, dass sowohl die Belichtungsautomatik als auch der Autofokus  nutzbar sind, da diese mit den Daten vom Bildsensor arbeiten, den nur noch IR-Strahlung erreicht. Mankos waren die kleinen Sensorgrößen, keine Möglichkeit die Objektive zu wechseln und ein fehlender Sucher.

IR-Modifizierte DSLR mit Liveview hatten einen Sucher, der aber dunkel war, wenn man einen Schraubfilter nutzt oder (bei internem Filter) im „Suchermodus“ manuelle Korrekturen bei Belichtung und Fokus brauchte. Im Liveviewmodus gingen zwar Belichtungsautomatik und Autofokus, aber dieser ist oftmals unbrauchbar langsam. Und man mußte wie bei Kompakten mit dem Monitor sein Bild komponieren, als doch wieder kein Sucher.

Spiegellose scheinen alle Vorteile für die IR-Fotografie zu vereinen: Schneller AF, Belichtungsautomatik, keine manuellen Korrekturen mehr nötig, IR-Monitorbild, großer Sensor, Wechselobjektive und ggf. sogar ein elektronischer Sucher, der ein IR-Bild zeigt.

Als Canon-System-Nutzer freut es mich daher, dass nun auch Canon (als letzter der großen) Hersteller eine Spiegelose im Programm hat. Aber: Kein elektronischer Sucher! Kein drehbares Display! Und technisch eigentlich eine 650D, nur teurer und ohne Spiegel, dafür kleiner und leichter, aber auch mit weniger Funktionstasten, da mehr über den Touchscreen läuft.

Fazit: Lieber eine modifizierte 650D nehmen. Oder eine Spiegellose mit elektronischem Sucher. Oder auf eine professionelle Spiegellose von Canon hoffen/warten.

UPDATE: Erste Tests der 650D zeigen, dass der Hybrid-AF mit STM-Objektiven schneller ist als mit normalen, aber immernoch sehr langsam. Mit STM/ohne STM: 2 statt 3 Sekunden. Das halte ich immernoch für unbrauchbar. Vielleicht geht das zur Schärfennachführung beim Videodreh, aber nicht für Fotos. Bleibt abzuwarten, ob die Canon EOS M (die ja quasi immer im LiveView-Modus ist), auch so schleicht, oder ob es da noch ein Geheimnis gibt…

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Phase One Achromatic+

Posted by chriskind - 29. Juni 2012

Das 39MP digitale Mittelformat Rückteil Achromatic+ von Phase one ist schwarz-weiß und es gibt zwei Versionen: Mit und ohne IR-Cut-Off-Filter.

Also, wer einen teuren Umbau scheut, hier gibts eine digitale IR-Schwarz-Weiß-Lösung out-of-the-box. Kostet aber auch ein paar zehn tausend Euro…

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Astrocam Canon 60Da

Posted by chriskind - 18. Juni 2012

Unlängst hat Canon die 60Da, d.h. die „astro“-Version der 60D auf den Markt gebracht und damit eine Nachfolgerin für die 20Da, die letzte Astrokamera. Beworben werden beide damit, dass Sie empfindlich für Infrarotlicht sind. Ist das also die einfachste Art, um an eine IR-Kamera zu kommen? Statt eines teuren professionellen Umbaus oder dem Selberbasteln? Leider zu früh gefreut. Die Kameras haben einen modifzierten optischen Tiefpassfilter, der insbesondere die Wellenlänge 656nm (Hydrogen-Alpha-Linie, die ist in der Astrofotografie wichtig, die tollen roten Nebel strahlen in der Wellenlänge) besser passieren lässt. Dieser Bereich gehört aber noch zum sichtbaren Licht und wird auch von normalen Kameras aufgezeichnet, nur eben geringer. Aber die Astrocams machen dann bei 700nmm oder 720nm auch „dicht“, und da geht der Spaß für uns ja erst los…

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Monochrome Kameras und IR

Posted by chriskind - 15. Juni 2012

Leica hat dieser Tage eine digitale Nur-Schwarz-Weiß-Kamera, die Leice M Monochrom veröffentlicht: http://de.leica-camera.com/photography/m_system/m_monochrom/

Mit knapp 7000,–€ sicher kein Schnäppchen und wohl auch keine Kamera, die man sich kauft und dann daran rumschraubt, um sie IR-fähig zu machen, aber ggf. liefern ja auch bald andere Hersteller monochrome Kameras zu günstigeren Preisen.

Was ist bei einer Monochromen Kamera anders?

Das Bayer-Pattern, also die roten, grünen und blauen Farbfilter, die auf den einzelnen Photodioden des Sensors sitzen und die für die Farbfotografie nötig sind, fehlen bei einer SW-Kamera. Diese schlucken wie jeder Filter Licht. Fehlen Sie, hat man einen wesentlich empfindlicheren Sensor, was sich u.a. in rauschärmeren Bildern, auch bei hohen ISO-Werten niederschlägt.

Ausserdem entfällt die Farbinterpolation, bei der Farbdaten per Algorhithmus berechnet werden. Bei dieser Kamera ist jeder Pixel ein echter, gemessener Pixel, wodurch es keine Qualitätseinbußen durch die Interpolation gibt, die sich systembedingt bei Bayer-Pattern nicht vermeiden lässt.

Auch braucht man keinen Anti-Aliasing-Filter, der Farbsäume vermeidet und das Bild leicht unscharf macht. Also mehr Schärfe.

Was hat das mit Infrarot zu tun?

Die Infrarotfotografie ist rein physikalisch gesehen auch eine Schwarz-Weiß-Fotografie. Infrarot hat keine Farbe, weil der Mensch diese nicht wahrnehmen kann und somit in unseren Köpfen keine Farbe für diese Strahlungswellenlängen entsteht.

Damit sind die Farbfilter auf dem Sensor für IR-Fotos hinderlich und schlucken nur unnütz Strahlung. Auch der Anti-Aliasing-Filter gegen Farbsäume wird nicht gebraucht (bei modifizierten Kameras wird dieser meistens schon mit entfernt. Der hilft auch gegen Moiré, aber das lässt sich ggf. auch in der Nachbearbeitung fixen).

(Fehl-)Farben Infrarot

IR-Filter mit 850nm oder mehr Sperrfrequenz liefern an den meisten Kameras ein monochromes Bild, das bei neutralem Weißabgleich tatsächlich SW ist. Den die RGB-Farbfilter sind für Strahlung dieser Wellenlängen ziemlich gleich transparent.

IR-Strahlung zwischen 720nm und 850nm wird von den unterschiedlichen Bayer-Pattern-Farbfiltern unterschiedlich gefiltertert, so dass dieser Wellenlängenbereich zu verschiedenen „Farben“ führt. Irgendwie plausibel, dass die roten Farbfilter IR stärker passieren lassen.

Bei Filtern, die noch einen Teilbereich des sichtbaren Lichts passieren lassen, überlagern sich diese „Farben“ in das Gesamtbild.

Dieses farbige Infrarot wäre mit einer SW-Kamera nicht mehr möglich.

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Günstige IR-Filter von Delamax

Posted by chriskind - 15. Juni 2012

Wer die Infrarotfotografie gerne mal ausprobieren möchte, ohne eine Kamera umbauen zu lassen, sie selber umzubauen oder mit selbstgebastelten Filtern (z.B. aus schwarzen Dias) arbeiten möchte, griff bisher zu Schraubfiltern z.B. von Hoya oder Heliopan. Der Nachteil sind die langen Belichtungszeiten und die Kosten für die Filter, die je nach Durchmesser relativ hoch waren (z.B. Hoya R72, 72mm für ca. 170,–€). Und man brauchte für verschiedene Objektiv-Filter-Durchmesser verschiedene der teuren Filter oder zumindest Adapterringe.

Von Delamax gibt es jetzt IR-Filter verschiedener Stärken (720, 850, 950 nm), die auch bei großen Durchmessern nicht mehr als ca. 25,–€ kosten. Erhältlich über meinfoto.com direkt oder Amazon.

Zur Qualität kann ich leider nichts sagen, ich bin schon mit Filtern ausgestattet, Erfahrungen bitte gerne in die Kommentare…

Evtl. durch diese Preisbrecher sind auch die Preise von Hoya & Co. runtergegangen und z.Teil 50% günstiger.

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Big Evil

Posted by chriskind - 26. Februar 2010

EVIL (electronic viewfinder, interchangeable lens) Systemkameras haben keinen Spiegelsucher wie die Spiegelreflexkameras, sondern der Bildsensor wird permanent belichtet und ausgelesen und mit diesen Daten dann der Monitor, bzw. ein elektronischer Sucher gespeist. Eigentlich so wie bei allen Kompakt- und Bridgekameras. Aber mit austauschbaren Objektiven, größeren Sensoren und mit viel Systemzubehör. Aus irgendwelchen Gründen bezeichnen die Hersteller ihre Modelle jedoch nicht als EVIL, nur falls ihr mal danach sucht.

Die Vorteile der EVILs für Infrarot (nach Umbau für IR):

  • Autofocus arbeitet direkt mit dem Infrarotbild: es sind keine Fokusdifferenzen mehr auszugleichen, wie bei Spiegelreflexkameras. Und ich denke mal, dass der Autofokus „normal“ schnell ist und nicht so langsam wie der Live-View Autofokus bei einigen DSLRs.
  • Belichtungsmessung/-automatik greift auch direkt auf das Infrarotbild zu.
  • Sucherbild ist WYSIWYG, also schon in IR.

Die bisherigen Vorteile haben Kompakte und Bridgekameras auch, EVIL aber speziell und APS-C Sensoren noch mehr:

  • Austauschbare Objektive
  • Größere Sensoren, daher bessere Bildqualität (mal ganz allgemein gesprochen)
  • Größere Sensoren, daher  mehr Gestaltungsfreiräume im Umgang mit der Schärfentiefe.

Bisher haben Panasonic und Olympus EVILs auf dem Markt, die nach dem Micro-Four-Thirds Standard designt sind (was eine wesentlich kleinere Sensorgröße als APS-C bedeutet).

Ab März ist die NX-10 von Samsung erhältlich, mit APS-C großen Sensor mit ca. 15MP mit Samsung NX-Bajonett für 800€.

Und Sony hat auf der Photomesse PMA 2010 angekündigt, noch 2010 ebenfalls ein EVIL-System mit APS-C großem Sensor auf den Markt zu bringen.

Da die neuen Sonys auch mit „Alpha“ bezeichnet werden, wird es wohl möglich sein, die DSLR-Objektive auch an diesen Kameras zu nutzen, und sei es über einen Adapter.

Zur Eignung der neuen APS-C EVILS bzw. passender Objektive für Infrarot kann ich noch nichts sagen, die Sony Alpha  A100 soll aber IR-tauglich sein (und damit ja auch mindestens ein passendes Objektiv), immerhin ein Indiz (Infrarot Datenbank).

Optik Makario bietet für die Panasonic G1 und GH1 IR-Mods an, weiteres werde ich beobachten.

Und was machen die anderen so?

  • Laut Gerüchten (!!!) ist von Canon keine EVIL zu erwarten (Canon Rumors).
  • Sigma entwickelt noch…
  • Nikon?

[UPDATE!]
Wieder laut Canon Rumors könnte es 2011 eine Canon EVIL geben.

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Ricoh GXR Wechselmodulkamera

Posted by chriskind - 10. Dezember 2009

Bei Ricohs GXR-Kamera wird nicht nur das Objektiv gewechselt, sondern gleich ein ganzes Modul, das sowohl das Objektiv als auch den Sensor enthält. Aus IR-Fotografie-Sicht interessant, weil man so nur eine Kamera braucht, und an diese entweder ein IR-Modul oder ein normales Modul ansetzen kann.  Theoretisch. Ob sich so ein Modul gut modifizieren läßt, weiß ich nicht und ich habe auch noch kein professionelles Angebot diesbezüglich gesehen, aber ist ja auch noch sehr neu, das Ganze. Auch ist die Frage, ob die Objektive der beiden zur Zeit verfügbaren Aufnahmemodule IR-tauglich sind.
Der Hammer wäre natürlich, wenn es ein Modul geben würde, das nur einen Objektivanschluß hat, entweder Canon, Nikon oder Fourthirds. Dann bräuchte man ein IR-Sensor-Modul, ein normales-Sensor-Modul und könnte jeweils die passenden, gewünschten Linsen dransetzen.

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Frankencamera

Posted by chriskind - 1. November 2009

An der Uni Stanford arbeitet ein Team um Informatik-Professor Marc Levoy an einer Open-Source-Kamera. Die ist zusammengesetzt aus vielen Teilen unterschiedlichster Hersteller und wird gesteuert durch eine Open-Source Linux Firmware. Sieht etwas klobig aus und ist erstmal nur ein Prototyp, darum wohl die an Frankenstein erinnernde Namensgebung. Man soll alle möglichen Bauteile austauschen können und interessante Teile einbauen und programmieren können.Soll in ca. einem Jahr für ca. 1000$ verfügbar sein!

Ja, wie super ist das denn! Endlich die IR-Wunschkamera selber zusammenbauen und programmieren (bzw. lassen).

Meine ersten Ideen:
Filtereinschub: Bei IR-konvertierten Kameras muß man sich immer entscheiden, ob man den Filter in der Kamera haben möchte (pro: Objektivwechsel ohne Schrauben und bei verschiedenen Durchmessern keine Notwendigkeit für mehrer Filter oder Step-Ringe, Freier Sucher, Minus: Filter ist fest drin, keine anderen Filter nutzbar, auch nicht ohne Filter, bzw. Rückmodifikation mit IR-Sperrfilter zum Aufschrauben) oder dort nur Glas und externe Schraubfilter nutzt. Da würd ich mir einen Einschub einbauen, in dem man verschiedene Filter stecken kann: IR-Sperrfilter = Normale Kamera. Kein Filter: Licht + IR = Auch mal interessant. Sperrfilter: Rotfilter, 700nm IR-Filter, 720 nm IR-FIlter, 830 nm IR-Filter. Und die könnten alle relativ klein sein, so groß wie der Sensor, und bräuchten keine 72mm Durchmesser wie für ein Weitwinkel, das spart Geld.

Bayer-Pattern: Die (meistens) RGB-Farbfilter auf dem Sensor sind für IR nicht nötig. Für IR-Strahlung ab ca. 800 nm Wellenlänge sind die drei Farbfilter eh transparent, so dass sich Graustufenbilder ergeben. Für kurzwelligere IR-Strahlung ab ca. 720 nm ergeben sich unterschiedliche Transmissionen, so dass es „farbige“ IR-Bilder gibt. Das ist aber nicht steuerbar sondern hängt stark von den Farbfilter auf dem Sensor ab. Wenn man für IR gezielt ein Bayerpattern entwerfen könnte, das das IR-Spektrum (bis 1000 nm) in drei Grundfarben spaltet, hätte man „echte IR-Farben“!
Oder, etwas einfacher, man nimmt einen Sensor ohne Bayer-Pattern, also schwarzweiß. Dann brauchen auch keine FArbinformationen interpoliert werden, die eh nicht da sind.

Channel-Swap: Eine beliebte Nachbearbeitung von „farbigen“ IR-Fotos ist ja der Rot-Blau-Kanaltausch, wodurch bei Landschaftsaufnahmen der Himmel wieder blau wird, was der Szenerie einen etwas realistischeren (aber immer noch ungewöhnlichen) Anschein gibt. Das könnte man sich gleich in die Kamera programmieren, so dass schon das Monitorbild so aussieht und das so auf die Karte gespeichert wird.

Wer weitere Ideen hat, ab in die Kommentare damit!

PS.: Für einige Canons gibt es sowas in die Richtung, was aber längst nicht so weitreichend ist und schon gar nicht die Hardware betrifft, das Canon Hack Development Kit.

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