Infrarotfotografie

ich sehe was, was du nicht siehst…

Bildbearbeitung

Weißabgleich

In den Praxisteilen habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass es sinnvoll ist, schon in der Kamera einen Weißabgleich durchzuführen, weil es für das Shooting vor Ort Bedeutung hat, egal ob Ihr mit oder ohne RAW arbeitet. Wenn Ihr das RAW-Format verwendet, kann man den Weißabgleich nochmal feiner am Rechner durchführen.

RAW aus der Kamera ohne Weißabgleich

Nach dem Weißabgleich in Adobe Camera Raw

1. Zur besseren Verdeutlichung habe ich hier mal ein Bild aus der Kamera genommen, bevor ich einen Weißabgleich in der Kamera vorgenommen hatte. Wie man sieht, ist es sehr farbstichig.

2. Das vor der 2 im Bild ist das Weißabgleichstool. Wählen und ins Bild klicken, vornehmlich etwas, das weiß sein soll, z.B. die Wolken.

3. Manche Versionen von Photoshop, bzw. Camera Raw übernehmen nicht den vorgewählten Weißabgleich aus der Kamera, ich habe die Versionen nicht im Kopf, wenn’s bei Euch so ist, dann verschwindet das Problem mit dem nächsten Update…

4. Die Regler für den manuellen Weißabgleich.

5. Durch das Weißabgleichstool ändern sich auch die Slider. Wie man sieht, ist die Änderung sehr stark, u.U. möchte man gerne weitersliden, aber die Skala ist zu Ende. Dafür gibt es Kameraprofile und einen Profil-Editor, siehe weiter unten.

Kanaltausch

So, nach ein paar „normalen“ Anpassungen von Kontrast etc. habe ich nun folgendes Bild, das blaue Bäume und einen roten Himmel enthält. Mit einem einfachen Trick kriegen wir den Himmel blau, was das Bild zwar nicht realistisch macht, was wir ja auch gar nicht wollen, aber doch ein wenig realer, so dass die übrigen IR-Effekt mehr zum tragen kommen.

Ohne Rot-Blau-Kanaltausch

Kanaltausch Rot-Blau mit dem Kanalmixer

Den Kanalmixer findet Ihr in Photoshop unter „Bild->Korrekturen->Kanalmixer“, Einstellungen siehe oben.

Nach dem Rot-Blau-Kanaltausch

Schwarz-Weiß-Konvertierung

Das ist kein spezielles IR-Thema, darum ist das Thema hier nur kurz besprochen.
Ich persönlich nehme „Bild->Korrekturen->Schwarzweiß“, dort habe ich noch einigen EInfluß auf das Ergebnis.
„Bild->Korrekturen->Sättigung verringern“ ist der schnellste, aber auch schlechteste Weg, es ist kein Einfluß möglich.

Gerne wird vom Lab-Modus wie von einem Wunderding gesprochen. Nun, meiner Erfahrung nach kann man manuell mit dem „Schwarzweiß-Tool“ die gleichen Ergebnisse erreichen, aber der Vollständigkeit halber sei es hier ganz kurz angerissen. Dieser Modus speichert das Bild nicht als RGB, sondern in 2 Kanälen für die Farbe und einem für die Helligkeit. Bei der Konvertierung in den Lab-Modus wird aus den RGB-Daten die Helligkeit (das ist dann unser SW-Bild) berechnet, so hat man eine sehr gute automatische Umrechnung der Farben in Helligkeiten und braucht dies nicht manuell einstellen.

a) „Bild->Modus->Lab-Farbe“ wählen
b) Das Fenster „Kanäle“ öffnen. Dort die Ansicht bei „a“ und „b“ wegklicken, dann bleibt „Helligkeit“ und damit ein SW-Bild übrig.
c) Kanal Helligkeit anklicken, rechte Maustaste, „Kanal duplizieren“, „Ziel->Dokument“ entweder „Neu“ wählen oder das ursprüngliche Bild überschreiben.

Glow-Effekt

Ein alter bekannter analoger IR-Film, der Kodak HIE, hatte keine Lichthofshutzschicht, wodurch sich um helle Stellen im Bild eben ein Lichthof gebildet hat, kurz gesagt, helle Stellen schienen zu glühen. Dieses Glühen liegt eigentlich weniger an der Infrarotstrahlung als am Film (und es gibt/gab welche ohne Glühen), aber es passt sehr gut und es hat sich ein wenig als typischer (analoger) IR-Look etabliert. Digital können wir das am Rechner nachträglich erreichen.

1. Ebene (Bild sollte nicht "Hintergrund" sein, wenn, dann doppelt anklicken und zur Ebene machen). Bild->Bildberechnungen->Füllmethode "Hartes Licht" (eng.: Screen)

1. Ebene duplizieren, 2. Ebene: Filter->Weichzeichner->Gaußscher W., ca. 15 Pixel einstellen

2. Ebene: Als Ebenenfunktion "Multiplizieren" (eng.: multiply) einstellen

2. Ebene: Deckkraft der Ebene wie gewünscht einstellen, hier mal 50%

Und dann das Übliche: Auf eine Ebene reduzieren und speichern.

Das Ergebniss...

Zum Vergkeich: der Malerwinkel in Lübeck im "normalen" Licht gesehen.

Weißabgleich extended

kommt…

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3 Antworten to “Bildbearbeitung”

  1. ElaGe said

    ‚ … Dafür gibt es Kameraprofile und einen Profil-Editor, siehe weiter unten.‘ Das ist leider untergegangen und genau das habe ich gesucht :-(
    Ich hab im Editor das Profil erstellt und in den Kameraprofilen abgespeichert, die Bridge erkennt dieses Profil aber leider nicht

  2. ElaGe said

    Danke! Ich schau mir das gleich an. Und doch ahne ich wie Du, dass das jetzt so nicht mehr funktioniert. Denn es hat vor dem Totalcrash meines Rechners tadellos funktioniert, nur jetzt beim neuen Erstellen will es einfach nicht mehr von der Bridge gefunden werden. Und ja, ich hab das Profil an allen möglichen Orten – ProgramData, Nutzer/Roaming … – hinterlegt. Das Profil zu erstellen, is mit dem Editor eine Leichtigkeit, das is also nicht das Problem! Die Kommunikation mit der Bridge is die Schwierigkeit.

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